Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie des GBA könnte bei Zustimmung des Gesundheitsminsteriums zum 1.7.2019 in Kraft treten. Die Richtlinie schafft ca. 3500 neuer Vertragsarztsitze in den Regionen, so dass mit dem 1.7.2019 fast 7.000 freie Vertragsarztsitze existieren würden. Besonders zwei Facharztbereiche wurden mit neuen Sitzen bedacht. Für die Hausärzte soll es 1446 neue Niederlassungsmöglichkeiten geben, für die Psychotherapeuten weitere 776 neue Sitze.

Neu ist die Berechnung des Versorgungsgrades im Planungsbereich bei den Verhältniszahlen Bevölkerung zur jeweiligen Facharztgruppe. Erstmals wurden in die Bedarfsplanung regionale Bedarfslasten einbezogen, sowie die Möglichkeit der Selbstverwaltung auf Landesebene, bei besonderen Versorgungssituationen vor Ort, von den Vorgaben der Richtlinie abzuweichen.

Wichtig ist die Neuregelung von Mindest- und Höchstquoten bei Internisten mit Schwerpunkten. Hierdurch sollen Anreize für eine Spezialisierung des Nachwuches geschaffen werden. Bei der nummerischen Anzahl freier Sitze in einer Region, sollen dann mindestens 8% der Sitze  für Rheumatologen vorbehalten sein. Umgekehrt gibt es künftig Höchstquoten bei Kardiologen mit 33%, für Gastroenterologen mit 19%, für Neurologen mit 18% und für Nephrologen von 25%. Existierende Praxen haben selbstverständlich Bestandsschutz.