Die Corona Krise stellt auch die unterschiedlichen Gremien in den KVen vor Herausforderungen. Viele Mitarbeiter von KVen sitzen bundesweit im Homeoffice. Oftmals sitzen vor Ort in den KVen nur Notbesetzungen. Problematisch ist aber die Unterschiedlichkeit der Handhabung der Zulassungsausschüsse in der Bearbeitung und Entscheidung von Anträgen. Praxissitze sollen übertragen, MVZ’s und BAG’s gegründet Ermächtigung erteilt und Eilanträge bearbeitet werden. Werden. Oftmals sind Fristen daran geknüpft.

Bedauerlicherweise gehen die KVen unterschiedlich mit der Situation um. Beispielhaft sei ein Eilantragsverfahren vor dem Zulassungsausschuss in München erwähnt. Ein ermächtigter Arzt hatte wegen der Schließung seiner Einrichtung teilweise auf Videokonferenzen; Videofallbesprechungen etc. umstellen wollen und müssen, um die Patientenversorgung zumindest teilweise sicherstellen zu können. Im Eilverfahren begehrte er daher die Abrechnungsmöglichkeiten bestimmter Ziffern, sowie die Freistellung von Begrenzungsregelungen. Der am 23.3.20 gestellte Eilantrag ist bis heute nicht entschieden. Ohne Genehmigung kann der Atzt die Leistungen nicht erbringen und abrechnen.

Im Bereich der KVNo werden z.B. wegen der aktuellen Situation Genehmigungen „vorläufig“ erteilt, damit die Verfahren weitergehen und die Patientenversorgung gesichert ist. Die Zulassungsgremien versuchen derzeit die Sitzungen online abhalten zu können. Dass die technische Umsetzung nicht von heute auf morgen geht ist nachvollziehbar. Allerdings sollten die Gremien eine gewisse Kreativität und Flexibilität in der Entscheidungsfindung an den Tag legen, damit diese extreme Ausnahmesituation nicht vertiefend zu Lasten von Ärzten und Patienten geht.